Donnerstag, 22. August 2013

ONS in a lifetime

Hattet ihr jemals einen one night stand? Jemanden getroffen, angesehen, gewollt und genommen?
Ich habe es probiert. Man ist schließlich jung, frei und ungebunden. Warum nicht? Am Anfang war es aufregend. Er genau mein Typ, ich verwundert, was er von mir wollte. Perfekte Ausgangsbedingungen - beide Single, beide willig und beide würden sich nie wieder sehen. Wir gingen zu ihm, wilde Knutscherei im Flur, heiße Küsse im Nacken. Er trug mich in sein Schlafzimmer und wir wanden uns gefühlte Stunden. Der Sex war mittelmäßig, aber zufriedenstellend. Ich war unglaublich unterversorgt und so optisch unzufrieden mit mir selbst, dass allein der Gedanke einen so attraktiven Mann verführen zu können mich rasend machte. Er schlief ein, ich erwachte. In meinem Kopf wilde Gedankenspiele. Verwirrende Szenarien. Immer wieder der Gedanke: Was zur Hölle mache ich hier? Was hast du getan? Was wirst du jetzt tun?
Am nächsten Morgen verschwand ich, als er noch in tiefen Träumen lag. Schuldbewusst. Voller Zweifel. Und trotzdem irgendwie erregt von den Ereignissen der letzten Nacht.

Das Schlechte an dieser Nacht? Keine Gefühle. Keine Bindung, 
keine Emotionen, keine vertraute Intimität.

Das Gute an dieser Nacht? Keine Gefühle. Der Lust freien Lauf lassen. 
Keine Angst etwas zu Zerstören.

Jetzt sitze ich in einer Beziehung fest. Sexuell unbefriedigt, als frigide abgestempelt und von Nähe keine Spur. Immer die Angst etwas falsches zu sagen, etwas falsches zu tun, ihn zu verletzen oder womöglich selbst verletzt, gar verlassen, zu werden. 
Außerhalb des Bettes ein perfektes Paar. Aber reicht das?

Kann das wirklich reichen?

VIA


Samstag, 19. Januar 2013

Aber... Eltern lieben doch ihre Kinder!

Noch nie habe ich verstanden, warum für viele Menschen die Liebe der Eltern selbstverständlich ist. Sie haben dich doch gezeugt und großgezogen, würden sie das sonst machen? Es macht jedoch einen himmelweiten Unterschiede wie sie dich aufgezogen haben. Keiner will das glauben, dass es auch Eltern gibt die nicht das Beste für ihr Kind wollen. Weil niemand an das Böse in der Welt glauben mag, nicht mal an die kleinen Portionen. Aber es passiert. Ich will nicht sagen ich wäre in schlechten Verhältnissen aufgewachsen, aber wenn ich sage, dass ich Dummheiten aufgrund meiner Vaterkomplexe mache, dann ist es leider Gottes nicht erlogen um Aufmerksamkeit und schöne Männer zu erhaschen...

Als ich studieren ging, dachte ich es würde besser. Immerhin bin ich die ganze Woche weg, ich kann mein Leben selbst gestalten, dank meinem Bafög bin ich nicht einmal finanziell auf sie angewiesen. Tzz, es wurde besser, unter der Woche. Mein Vater sagte wortwörtlich zu meiner Schwester, dem Wunschkind in der Familie, es seie viel harmonischer und angenehmer ohne mich, ich solle doch seltener nach Hause kommen. Um Geld wird gestritten, um den Lebensstil, um den Ruf. "Denk' doch mal darüber nach, was die anderen im Dorf sagen werden! Denkst du eigentlich nur an dich?"... 

Und dann fragen sie sich, warum ich so kaputt bin, fragen warum ich so leicht zu verletzen bin und mit Enttäuschungen so schlecht umgehen kann. Vielleicht liegt es daran, dass ich selbst eine Enttäuschung bin...

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Make it stop or make us last.


Rein in die Wohnung, allein, einsam, drückende Stille, erstickende Heizungswärme. Raus aus der Wohnung, Eis, Frost, Hektik. Rein in die Traumwelt, Ruhe, Harmonie.

Und dann du. Keine Nacht in der ich ruhig durchgeschlafen habe, keine Nacht in der ich mit seligen Gedanken eingeschlafen wäre. Schweißnass aufwachen mit Tränen auf den Wangen, verdammt ich kann das nicht mehr! Ich will diese Schmerzen nicht mehr, will nicht mehr weinen und wieder hoffen.

Es ist nicht, als ob du die Tränen nicht wert bist. Ich kann und will dich nicht hassen, du hast mir so unglaublich viel gegeben, warum also nicht auch angemessen trauern um dich, jetzt wo du weg bist? Nur weißt du, was ich dir an unserem ersten Abend gesagt habe, damals als wir uns kennenlernten? Dass ich nie genug bin, dass ich nie ausreiche. Und weißt du noch, was du gesagt hattest? Ich sei mehr als genug und das dürfe mir niemand kaputtreden. 

Aus deiner Liebe wurde über Nacht Leere. Du hast dir da etwas vorgemacht. Ich sei ohnehin viel zu gut für dich und du ein Vollididiot. Die Wahrheit aber: Ich reichte dir nicht.